Heiner Meyers Gemälde zeichnen sich durch Konsequenz und Undogmatismus sowie durch die Prinzipien der Sull'Arte aus, einer Disziplin, deren Hauptthema die Kunst selbst ist. In seinen Werken überlagert er Zitate und Adaptionen unterschiedlichster Herkunft und demonstriert so die Gleichzeitigkeit von Ungleichheiten. Skulpturen aus der klassischen griechischen Zeit, Porträts von Filmstars aus den 1950er Jahren, Mickey Mouse und andere Comicfiguren, Schmetterlinge, Würfel... sind wiederkehrende Elemente in Meyers vielfältigen Bildern, die in neuen Konstellationen und Konfrontationen zitiert werden. Diese subjektive Ikonografie wird von einem Bild zum nächsten neu zusammengesetzt, es gibt kein verbindendes oder gar verbindliches Schema. Meyers Kunst ist immer eine neue Schöpfung – sie wiederholt sich nie –, sein visuelles Vokabular verringert sich und konjugiert sich in jedem Werk anders. Der Künstler erliegt niemals der Suggestion seiner Vorbilder, d. h. der Bilder, die vor dem aktuellen entstanden sind, seien es die Stars der antiken Mythologie oder die Stars Hollywoods, die aus einer relativierenden Distanz zitiert werden. Ihre Aura wird transformiert, nicht verehrt! Aus dieser Distanz zu seinem Sujet gewinnt Meyer die absolute Freiheit seiner Bilder, in denen das Erhabene neben dem Trivialen, die Vergangenheit neben der Gegenwart, das Realistische neben dem Abstrakten, das Elitäre neben dem Populären erscheint. Die Galerie Gerhardt Braun öffnet ihre Türen am Freitag, den 1. März, um 19.30 Uhr in der Calle Claudio Coello 72, 28001 Madrid.
Inhalt: Gerhardt Braun Gallery

